Jul 30

Das „C“ in der Politik

Aufgrund einer Einladung unseres MdL Josef Miller besuchten 12 Mitglieder der Kirchenverwaltungen und des PGR am 29. Juli den Bayrischen Landtag. Es war ein Abend mit Günther Beckstein und  Alois Glück, zu dem die CSU-Fraktion zum Thema „Was bedeutet heute das ‚C‘ in der Politik?“ eingeladen hat. Beide Politiker sind nicht nur Mitglieder des Landtags, sondern auch im kirchlichen Bereich engagiert. Günther Beckstein ist Mitglied des EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) und Alois Glück Mitglied des ZdK  (Zentralkomitee der deutschen Katholiken). Nach der Begrüßung von der Fraktionsvorsitzenden Christa Stewens hielten beide Politiker ein Kurzreferat zum Thema. Anschließend stellten sie sich den Fragen von Moderator Joachim Unterländer (Arbeitskreis für Soziales, Familie und Arbeit), bevor dann auch die Teilnehmer aus den eingeladenen Pfarreien ihr Fragen stellen, bzw. ihre Anmerkungen und Meinungen sagen konnten. Das Schlussworte hatte dann Markus Blume (Vorsitzender der Jungen Gruppe)Landtag 2013

Kurze Gedanken aus dem Abend:

Ein wiederkehrender Gedanke des Abends war immer wieder die Würde des Menschen, die auch im Grundgesetz in Artikel 1 verankert ist: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Auch wird in der Präambel des Grundgesetzes  auf Gott verwiesen: „Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen…“   Glaube verlangt Engagement für den Menschen, für das Zusammenleben, für die Gesellschaft. . Das ‚C‘ ist die Basis gemeinsamer christlicher Grundwerte, gerade auch aus der Erfahrung der traurigen Geschichte Deutschlands. Auch hat das ‚C‘  die soziale Marktwirtschaft entscheidend geprägt. Wichtig auch die Frage: Was haben wir als Christen in die Politik einzubringen? Welche Leitbilder zu bestimmten politischen Themen haben wir? Wenn weniger Christen sich politisch engagieren, hat das Auswirkungen, denn die aktuelle Stellung der Werte spiegeln das politische Handlungsbild. Es braucht auch in den Kirchen Ermutigung zum politischen Engagement. Wir brauchen weniger Selbstmitleid, sondern mehr Selbstbewusstsein.

In den Fragen und Impulsen der Teilnehmer ging es u. a. um die Frage nach dem Schutz des Lebens, die Missachtung engagierter Jugend, Stellungnahme der Politiker in Bezug auf Angriffe auf die Kirche, Religionszugehörigkeit von Abgeordneten, gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften und Familie, die C-Bildung im Religionsunterricht, Integration und Elterngeld. Natürlich lagen noch viele, viele Fragen auf der Zunge, aber wie Moderator Unterländer so treffend formulierte: Günther Beckstein und Alois Glück müssen unbegrenzte Fragen in begrenzter Zeit beantworten. Und so wurde nach 2 1/2 Std. der offizielle Teil beendet und zu einem kleinen Empfang bei Getränken und kleinen Köstlichkeiten eingeladen, bei dem man sich noch austauschen konnte. Alles in allem ein interessanter und kurzweiliger Abend, der sicher noch den ein oder anderen Gesprächsbedarf auf beiden Seiten hervorrufen könnte.

(ÖA)