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Jul 25

Pilgerfahrt nach Polen 2012

Im Juli begaben sich 45 Pilger unserer Pfarrei auf eine Fahrt nach Polen, um etwas über die Heimat unseres Pater Anton zu erfahren. Ein abwechslungsreiches Programm machte diese Pilgerfahrt zu einem einmaligen Erlebnis. Geistliches – Kultur – Erholung. Das waren die Kernpunkte unserer Fahrt.

Erstes Ziel war Lichen – Wallfahrtsort der Mutter Gottes. Ein ganz besonderer Ort des Glaubens. Zentrum ist die Basilika „Unsere liebe Frau von Lichen“, mit dem Gnadenbild Mariens, dessen Geschichte 1813 auf einem Schlachtfeld bei Leipzig begann. Diese Kirche finanziert sich ausschließlich von Spenden und wird von dem Orden der Marianer betreut. Dieser Wallfahrtsort mit seinem weitläufigen Gelände strahlt eine ganz besondere Atmosphäre der Frömmigkeit aus. Unser Weg führte uns weiter über die Gebetsstätte  Chestochowa nach Oswieciem (Auschwitz), einem traurigen Ort in der Geschichte der Menschheit., der bei uns Betroffenheit und Fassungslosigkeit hinterlässt.

Krakau – die Stadt, in der unser Pater Anton eine „Erscheinung“ hatte: nach unserer Führung durch die Altstadt mit der ganz besonderen Geschichte des Turmbläsers, hatte er die Idee mit diesen kleinen Elektroautos für die Stadtrundfahrten noch in den jüdischen Teil der Stadt zu fahren. Und so ging es mit sieben dieser Autos in rasanter, lustiger Fahrt durch die Stadt.

Unsere nächsten Ziele waren das Salzbergwerk Wielitzka, mit einer wunderschönen Kirche unter Tage, deren Größe und einfache Schönheit doch alles sehr überraschte. Der Klang unseres „Großer Gott, wir loben dich“ war gigantisch.

Der nächste Halt war Lagiewniki mit dem Zentrum der Barmherzigkeit. Ein Ort, der insbesondere von der Hl. Faustyna geprägt wird, der Botschafterin der Barmherzigkeit Jesu. Bevor wir in unser nächstes Hotel in Zakopane kamen, machten wir noch Halt bei den Schafhirten in Rdzawka, probierten diese besondere Käse- Spezialität aus Pater Antons Heimat und erfuhren natürlich auch wie er hergestellt wird.

Der nächste Tag führte uns zuerst nach ‚Nowy Targ‘ und gönnte uns den Besuch eines traditionellen Marktes, auf dem es von Taschen, Schuhen, Werkzeug, Blumen, Möbeln bis hin zu Hunden, Schweinen und sonstigem Vieh wirklich alles gab. Mancher nutzte gleich dieses Angebot “ Pilgern und Shoppen“. Nach einem Gottesdienst in Pater Antons Heimatgemeinde ‚überfielen‘ wir seine Familie, die uns eine tolle Brotzeit mit eigenen hergestellten Spezialitäten auftischte.Und nachdem Pater Antons Familie auch Schuhe fertigt, war noch eine Rund „Schuh-Shopping“ angesagt, bis auch schon das fast vergessene Jalla Jalla unseres Hochwürden erklang. Eine 2 1/2 – stündige Floßfahrt auf dem ‚Dunajec‘, der sich beschaulich durch die ‚Pieniny Berge‘ schlängelt, rundete den Tag ab. Da uns auf dem letzten Stück eine Gewitter begleitete, konnten wir doch gleich den Satz der Hl. Faustyna einüben: „Jesus, ich vertraue auf dich!“.

Der vorletzte Tag führte uns mit Pferdewagen in die Hohe Tatra hinauf zum ‚Morskie Oko‘ , einem wunderschönen Bergsee und dann weiter nach Wroclaw (Breslau), von dem wir am letzten Tag bei einer Stadtführung noch einen kleinen Einblick bekamen. Mittags ging es dann wieder Richtung Heimat.

Polen – wir bekamen auf unserer Fahrt einen kleinen Einblick in die Heimat von Pater Anton. Flaches Land – hohe Berg, neue Bauten – verfallenen Ruinen, Baustile unterschiedlichster Art, die Geschichte des Landes, eine noch besondere Art der Frömmigkeit, der Klang dieser Sprache, die im Gottesdienst trägt, auch wenn man nichts versteht … Jeder von uns nimmt seine ganz eigenen Eindrücke und Entdeckungen mit. Aber alle sind wir uns einig: es war eine unbeschreiblich schöne Fahrt.

Dziękuję Anton!

(M. Glombitza)