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Jun 28

Pilgerfahrt in die Toskana

Im Juni machten sich 45 Pilger unserer Pfarrei nach dem Sonntagsgottesdienst auf, die Schätze der Toskana zu erkunden. Toskana (1)Wie schon in vergangenen Jahren begleitete uns Raffaele Tassinari als Reiseleiter und brachte uns wieder eindrucksvoll und mit seiner Begeisterung für das Land Kultur, Architektur, Natur und Genuss näher. Mit unserem Pfarrer Anton arbeitete er wieder ein wunderbares Programm aus, das eine wunderbare Vielseitigkeit brachte.

Unser Weg führte uns zuerst nach Florenz. Wir sahen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und hörten von der reichen Handelsfamilie der Medici, von den Goten, den Etruskern, den Langobarden, den Römern und … natürlich den Barbaren, die irgendwie überall zugange waren. Nun, und ob jetzt der Dichter und Philosoph Dante oder doch vielleicht der Fußballer in Florenz wirkte, wurde natürlich auch schnell geklärt. Beim Besuch der Uffizien erklärte und Raffaele die Grundzüge der Malerei und hier begegneten uns bekannte Künstler wie Leonardo da Vinci, Michelangelo, Botticelli.

Weiter ging es nach Siena, wo uns ‚Onkel Paolo‘, ein netter älterer Chameur, seine Stadt zeigte und uns auch vom ‚Palio di Siena‘ , einem eindrucksvollen Pferderennen, erzählte, das seit dem Mittelalter zwei mal im Jahr auf dem Piazza del Campo stattfindet. Und natürlich stammt aus Siena auch die Hl. Katharina.

Toskana (2)Wir besuchten San Gimignano mit seinem mittelalterlichen Stadtkern und den noch 15 erhaltenen Geschlechtertürmen, nicht nur Verteidigungstürme, sondern auch Statussymbole einstiger Patrizierfamilien. Eine zünftige Brotzeit gab es in einer Anglerstube, wo uns unsere Stadtführerin für Pisa, Sabrina, mit ihrem Team bewirtete.

Der Donnerstag brachte uns etwas Erholung vom Laufen. So fuhren wir mit dem Linienboot entlang der Cinque Terre (fünf Ortschaften), einem malerischen Küstenstreifen, vorbei an Riomaggiore, Manarola, Corniglia, Vernazza bis nach Monterosso, wo wir einen Badenachmittag einlegten und einfach mal das Meer so richtig genießen konnten.

Das ganz besondere Verhältnis zwischen den Orten Lucca und Pisa durften wir bei zwei eindrucksvollen Stadtführungen kennen lernen. Anna in Lucca betonte, dass hier wenigstens alles gerade steht, was in Pisa ja nicht so der Fall sei – in Lucca die Toilette zwar 60ct koste, dafür aber sauber sei. Dennoch sollten wir Grüße an Sabrina ausrichten, was diese wiederum zu der Aussage inspirierte, dass Grüße aus Lucca Judasgrüße und Luccaner geizvertriebene Schotten seien. Beide brachten uns aber auch mit einer begeisternden Kurzweil ihre Stadt mit den ganz vielen Besonderheiten näher. Den Tag schlossen wir mit einem Abend bei Tante Paola ab. Ihr Anwesen ist malerisch gelegen auf den Hügeln über Livorno. Nach einem Gottesdienst in ihrem Garten tischte uns ihre Familie manch italienische Leckerei auf und wir durften auch wieder einen traumhaften Sonnenuntergang über dem Meer genießen.

Der Samstag führte uns zuerst nach Carrara in einen Steinbruch, in dem wir etwas über den Marmorabbau erfuhren, um anschließend auch noch den bekannten Lardo, einen besonders gereiften, fetten Speck, zu probieren.Toskana (3)

Weiter ging es dann nach Verona, unser neues Hotel beziehen und umziehen zur Oper. Nach ein paar Regentropfen beim Warten hielt das Wetter und wir durften eine eindrucksvolle Inszenierung der „Aida“ genießen. Eindrucksvoll und wieder wirklich sehenswert.

Wie eine Woche doch vergeht. Schon stand wieder die Heimfahrt an. Doch vorher ging es noch an einen wirklich schönen Wallfahrtsort in der Nähe des Gardasees auf dem Monte Baldo:   S. Madonna della Corona. Früher konnte man diesen Ort nur durch Abseilen erreichen. Die Kirche ist zum Teil direkt  in den Felsen gebaut und die Nordwand besteht aus Felsgestein. Hier gestalteten wir auch den Gottesdienst mit.

Neben all diesen vielen Sehenswürdigkeiten, Naturerlebnissen, Entspannungen und Gemütlichkeiten, kam natürlich auch das Geistliche nicht zu kurz. Hl. Messen, Andachten, Gebete, Texte und Lieder bereicherten unsere Gedanken,  Gespräche untereinander gaben den ein oder anderen Impuls, die ein oder andere Inspiration.

Und so gilt es Danke zu sagen.

DANKE an die, die diese Fahrt ermöglicht und bereichert haben:

DANKE unserem Pfarrer Anton für die Möglichkeit, dieser Fahrt, für jede Andacht und Hl. Messe, für die guten Worte, die uns im Glauben bereichern und beschenken, für manchen Trost, wenn etwas aufwühlte oder belastete.

DANKE unserem Raffaele für all die Schätze der Toskana, die er uns näher brachte, für manche Anekdote, die uns zum Lachen brachte, für manches kreierte Wort, das uns schmunzeln ließ.

DANKE unserm Busfahrer Georg, der uns diese Woche chauffierte und manche Engstelle meistern musste; der mit einer Ruhe und Geduld unsere Koffer in den Bus wuchtete.

DANKE an unsere drei Musiker, die durch ihre Instrumente und ihren Gesang unsere eigenen Stimmen gestärkt haben.

DANKE für jede helfende Hand, für jeden tröstenden Blick, für jedes ermunternde Wort.

DANKE

M O N I   Glombitza