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Nov 14

Paris

Paris

Unfassbar steh ich da.
Unfassbar! –
Wieder einmal!
Kann nicht glauben, was ich höre!
kann nicht glauben, was ich sehe!
Kann es nicht begreifen!
Kann es nicht verstehen!
Schatten legt sich um mein Herz,
hüllt es in eine tiefe Traurigkeit.
Keine Antwort auf das ‚Warum?‘.
Keine Antwort auf meine Fragen.
Warum tun Menschen so etwas?
Warum dieser unendlich tiefe Hass?
Warum diese Wertlosigkeit eines Lebens?
Warum?
Ich schreie nach deinem Geist, Vater!
Nach deinem Geist, der verändert,
nach deinem Geist, der den Hasserfüllten
zum Halten bringt.
Ich schreie nach deinem Geist,
der das Leben vor alles andere stellt,
der einander die Hände reichen lässt.
Ich schreie nach deinem Geist,
der Frieden schenkt.
Gott und Vater,
schenke diesen deinen Geist der ganzen Welt,
jedem einzelnen Menschen.
Lass in jeden deine unendliche Liebe fließen,
deine Liebe, die in die richtige Richtung führt.
Vater,
sei bei den Menschen in Paris,
bei den Angehörigen der vielen Toten und Verletzten,
bei allen, die betroffen sind
von dieser unendlich großen Katastrophe.
Sei bei ihnen,
halte sie fest,
gib ihnen Kraft und Mut.
Auch wenn Dunkelheit das Licht in ihrem Herzen
vertrieben hat,
so schenke ihnen das Vertrauen
in ein Weitergehen.
Schenke ihnen dein Licht der Liebe.
Ich kann nicht viel tun, Vater.
Ich kann ‚nur‘ beten.
Doch Gebet hat Kraft.
Mein Gebet wird gehört,
wird gehört von dir, Gott!
Darauf vertraue ich
und bete weiter.
Nicht nur jetzt,
nicht nur heute.

(M O N I 14.11.15)