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Nov 08

Pilgerfahrt nach Flüeli

Eine Pilgergruppe der Pfarrgemeinde St. Ulrich,  fuhr mit Pater Anton am Mittwoch, 10. Oktober 2012 um 6.00 h Früh, in die Schweiz. Gegen 10.00 h waren wir in Maria Einsiedeln und hatten eine Führung in der Klosterkirche,  wo in der Gnadenkapelle die schwarze Madonna verehrt wird. Mit den Benediktiner-Mönchen feierten wir die Hl. Messe und erfuhren durch eine Diavorführung in der alten Mühle vieles aus dem Leben und Wirken von diesen Mönchen. Am Nachmittag besuchten wir hier das Diorama Bethlehem, einer der größten figürlichen Darstellungen um die Zeit der Geburt Christi mit holzgeschnitzten Figuren aus Südtirol. Danach besuchten wir in Einsiedeln, das Panorama der Kreuzigung Christi. Dieses Rundgemälde mit der Stadt Jerusalem und Umgebung beeindruckte uns sehr und gab uns das  Gefühl mitten in der Landschaft zu stehen, Um 16.30 h fuhren wir weiter nach Flüeli, wo wir im Hotel Klausenhof wohnten. Am Abend sahen wir hier einen Film mit dem Titel „ Bruder Klaus ein Heiliger für unsere Zeit“ und bekamen einen Überblick von dem Leben des Bruder Klaus. Am zweiten Tag feierten wir in der Hauskapelle des Hotels das Morgenlob und nach einem guten Frühstück hatten wir im Wohnhaus und Geburtshaus von Bruder Klaus  in Flüeli eine Führung. Hier erfuhren wir, dass Bruder Klaus mit Dorothee verheiratet war und  10 Kinder hatte. Nach langem Ringen und mit dem Einverständnis seiner Frau , verließ er mit 50 Jahren  seine Familie um den Ruf  Gottes zu folgen , um als Einsiedler im Ranft  (Schlucht) zu leben. Am Nachmittag gingen wir den Visionenweg (Bruder Klaus-Weg) von Flüeli nach Sachseln mit einzelnen Stationen , im Gebet mit Pater Anton und besichtigten in Sachseln die Pfarrkirche, wo Bruder Klaus beigesetzt ist. Dort feierten wir die Hl. Messe. Abends hatten wir mit Schwester Trudi Eichler und einer Mitschwester eine Zusammenkunft im Hotel zum Thema „Offen für Gott und offen für die Welt“. Am 3. Tag feierten wir die Hl. Messe in der unteren Ranftkapelle und besuchten auch die obere Ranftkapelle, welche auch die Zelle, in der Bruder Klaus lebte, beinhaltet. Hier lebte er 20 Jahre ohne Essen und  Trinken und nahm nur die Hostie zu sich. Schon  zu Lebzeiten wurde  Bruder Klaus als Heiliger verehrt und wurde 1947 heiliggesprochen und damit als Fürsprecher bei Gott  anerkannt. Am Nachmittag wanderten wir zur Ulrichskapelle. Schwester Trudi Eichler lebt im Ranft mit einigen Mitschwestern  in einem Wohnhaus, das zwischen den zwei Kapellen liegt. Die Schwestern betreuen die Kapellen, sowie auch die Pilger, führen hier einen kleinen Andenkenladen und nehmen auch soziale Aufgaben wahr. Abends wanderten wir im Gebet von der Ranft  (Schlucht) mit Kerzen nach oben ins Dorf. Dieses besondere Erlebnis wird uns immer in Erinnerung bleiben. Am 4. Tag fuhren wir ins Melchtal  und durften den Festgottesdienst der Älpler mit besonderen Ritualen und Gesängen erleben. Es war sehr beeindruckend und uns wurde ganz warm ums Herz. Nach dem Mittagessen im Hotel Klausenhof  nahmen wir Abschied von Flüeli und fuhren nach Stalden am Sarner See, wo Dorothee zu Hause war und besichtigten die dortige Kirche, in welcher Barock und moderner Kirchenbau nahtlos ineinander übergehen. Die Gemeinschaft in unserer kleinen Gruppe war überaus herzlich. Junge und ältere Teilnehmer verstanden sich prächtig. Es waren einfach vier schöne Tage und wir danken unserem Pater Anton für die sehr gute geistliche Begleitung, unserer Ingrid Maier für die gelungene Organisation  und den  beiden Busslenkern  (Pater Anton und Xaver Maier)  für die sichere Chauffierung.

 

Ignaz und Traudl Lenzenhuber.