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… ein Angehöriger verstorben ist

Was ist beim Tod eines Angehörigen zu tun? 

Verehrte Angehörige eines sterbenden/verstorbenen Menschen, 

Sie sind vom Sterben/Tod eines lieben Menschen betroffen. Das ist eine besonders belastende Situation für Sie. Es liegt an Ihnen, Verschiedenes zu regeln. die ersten notwendigen Aufgaben im Trauerfall erfordern ein wohlüberlegtes Handeln. Mit dieser Checkliste wollen wir Ihnen dabei helfen. Zunächst ein paar Vorüberlegungen: 

Die Bedeutung Ihrer Pfarrgemeinde: Wenn Sie Kontakt zu kirchlichen Mitarbeitern/innen oder Ihrem Pfarrer haben, dann kann es für Sie eine Hilfe sein, diese möglichst schnell zu informieren, um Sie beim Abschied von Ihrem geliebten Menschen zu unterstützen. 

Die Funktion des Bestatters: Überlegen Sie sich im Vorhinein, wen Sie als Bestatter auswählen. Vergleichen Sie die Preise der angebotenen Leistungen. Überlegen Sie: Was will ich selbst für meinen Verstorbenen tun (Waschen, Ankleiden), und womit beauftrage ich bewusst den Bestatter? 

Tod außerhalb der Wohnung: Es ist immer möglich, den Verstorbenen nochmals nach Hause bringen zu lassen, um sich hier in aller Ruhe verabschieden zu können. 

Abschied mit Kindern: Binden sie Kinder immer mit ein! Bereiten Sie diese darauf vor, was sie erleben werden. Geben Sie auf Fragen ehrliche, kindgerechte Antworten! Zur Beerdigung etwas mitbringen lassen (Blume, Bild …).

In den ersten Stunden nach Eintreten des Todes 

  • Telefonische Kurzbenachrichtigung der engsten Angehörigen, Vorgehensweise absprechen 
  • Nehmen Sie sich viel Zeit für die Verabschiedung: Der Verstorbene darf 36 Stunden im Haus bleiben! Nützen Sie diese Zeit! Was hier nicht vollzogen wird, kann später nicht mehr nachgeholt werden: Sprechen Sie mit Ihrem Verstorbenen, sagen Sie ihm „DANKE“, bitten Sie ihn um Vergebung, wenn Unversöhntes im Raum steht, nehmen Sie seinen Körper mit allen Sinnen wahr; Berührung tut gut. Im Sarg kann der Verstorbene bis zur Beerdigung im Haus bleiben. 
  • Arzt wegen Totenschein verständigen 
  • Mit dem zuständigen Pfarrer bzw. der zuständigen Pfarrei Kontakt aufnehmen; Verabschiedung, Überführung, Trauerfeier, Beerdigung, Beistand für Trauernde.

         Kath. Pfarramt St. Ulrich, Pfarrer Anton Latawiec, Tel. 08331/4503 

  • Verfügungen suchen und berücksichtigen (Vorsorgevertrag mit best. Bestattungsinstitut, Körperspenden, Organspende, Willenserklärung zur Feuerbestattung) 
  • Bestattungsinstitut wegen der Organisation der Beerdigung verständigen, Bestattungsauftrag absprechen und klären, welche Aufgaben Sie selbst übernehmen möchten. 
  • Auswahl der Totenbekleidung: Was würde er gerne tragen? 
  • Waschen und Ankleiden des/der Verstorbenen. 
  • Arbeitgeber des/der Verstorbenen informieren. 
  • Liste aller zu benachrichtigenden Personen zusammenstellen

Bis zur Trauerfeier und Beisetzung 

  • Überführung des/der Verstorbenen in die Leichenhalle (Friedhof, Bestatter) 
  • Absprache des Bestattungstermins mit dem Friedhofsträger für die Benutzung der Trauerhalle (evtl. im Krematorium) 
  • Erwerb oder Verlängerung der Grabnutzungsrechte an einer Grabstätte. 
  • Mit dem Verantwortlichen in der Pfarrei die Inhalte und Gestaltung der Trauerfeier festlegen. 
  • Eigene Trauerkleidung besorgen. 
  • Gasthof für Essen reservieren. 
  • Trauerkarten und Anzeige aufsetzen, erstellen und versenden über das Bestattungsunternehmen oder in eigener Organisation. 
  • Blumenschmuck für Sarg, Trauerhalle, bei Erdbestattung auch für das offene Grab und evtl. für den Gasthof in Auftrag geben. 
  • Einen Steinmetz für die Entfernung vorhandener Grabmale/Einfassungen benachrichtigen. 
  • Den Verstorbenen/die Verstorbenen beim Standesamt abmelden und Sterbeurkunden ausstellen lassen (10-15 St.).

Nach der Trauerfeier / Beisetzung 

  • Unterlagen für den zu regelnden Zahlungsverkehr des/der Verstorbenen zusammensuchen. 
  • Versicherungen und Ämter, bei denen Leistungsanspruch besteht informieren und Zahlungen einfordern. 
  • Laufenden Zahlungsverkehr des/der Verstorbenen stoppen, soweit sie mit dem Tod ihre Berechtigung verlieren (Daueraufträge, Einzugsermächtigungen). 
  • Bestehende Verträge kündigen (Versicherungen, Mitverträge, Bezug von Zeitschriften, Mitgliedschaften etc.) 

Notieren Sie heute schon wichtige Telefonnummern: 

Rettungsdienst: 112 

Hausarzt:________________________________________ 

Meine Pfarrei: St. Ulrich, Tel. 08331/4503 

Bestatter:________________________________________ 

Notfallseelsorge: Erreichbar über die Rettungsleitstelle 112 

Sonstige:________________________________________

 

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(Zusammenstellung der Liste: Benno Driendl, Kontaktstelle Trauerbegleitung der Diözese Augsburg)