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St. Ulrich

 Kirche St. Ulrich

1. Einblick in die Geschichte

Wie durch unser Jubiläum 250 Jahre Kirche St. Ulrich bekannt wurde, begann der Bau unserer Kirche 1752. 1755 mit der Weihe durch den Augsburger Weihbischof Franz Xaver Adelmann von Adelmannsfelden am 12.Oktober wurde sie vollendet. Zugleich wurde an diesem Tage die Firmung gespendet.

Was war davor? Schon seit dem Jahr 764 ist der Ort Amendingen beurkundet, der zum Herrschaftsbereich der Ritter von Eisenburg gehörte und in dem sich die Klöster Ottobeuren, Rot an der Rot, Buxheim, aber auch Bürger der Reichstadt Memmingen wechselnde Rechte und Besitztümer erwarben. Im Mai 973 kam Bischof Ulrich auf dem Weg von Sulmentingen nach Amendingen und berief Ottobeurer Mönche zu einem Treffen hierher.

2. Vorgängerbauten

Diese Dorfgeschichte macht einen frühen Kirchenbau wahrscheinlich. Aus dem Jahr 1341 liegt die erste urkundliche Erwähnung vor. Seit 1642 lag das Patronatsrecht, d.h. die Bestimmung des Pfarrers, bis zur Säkularisation 1803 beim Kloster Buxheim. Mit diesem Recht der Pfarrerbesetzung, das durch das Recht des Zehnten getragen wurde, war die Baulast für die Kirche verbunden. Wie sich die möglichen Vorgängerbauten unserer heuten Kirche darstellten, ist im Wesentlichen unbekannt. Nach einem Visitationsbericht aus dem Jahr 1575 stand schon die Strigel-Madonna in der Mitte des Hochaltarschreins mit St. Ulrich und St. Katharina ( beide Figuren sind nicht mehr vorhanden) zu beiden Seiten in einer gotischen Kirche. Vom direkten Vorgängerbau, der erst 1655 nach dem Einsturz des Turms entstand, ist aber die Überprüfung durch den Augsburger Generalvisitator Dr. Johann Baptist Bechteler im Jahr 1740 bekannt, der die Kirche als alt, unwürdig und zu klein beurteilte –1655 kurz nach dem 30-jährigen Krieg konnte die Kartause Buxheim nur einen notdürftigen Bau errichten.

Wie kann man sich diesen Kirchenbau vorstellen? An einen schmalen Saalraum mit gerundeten Fenstern schließt sich ein gewölbter Chorraum nach Osten. Das Kirchenschiff ist mit einer flachen Holzdecke, die Wände mit Gesimsen und Pilastern(angedeutete Säulen) gegliedert. Die gewachsene Pfarrgemeinde benötigte Platz, man zählte 1755 beim österlichen Seelenbeschrieb 750 Kommunikanten.

3. Barock – Rokoko

Vermutlich entsprach dieser Vorgängerbau auch nicht mehr dem Zeitgeschmack, da landauf, landab jetzt Kirchen im Barockstil gebaut wurden. Der Barock  wurde zum Ausdruck eines von starken inneren Kräften bewegten Zeitgeistes und zur prunkvollen Form eines neuerwachten, dem Diesseits wie dem Jenseits verbundenen Lebensgefühls. Der Begriff „Barock“ war lange negativ besetzt als Schlagwort für das Gewundene, Schwerfällige und Verdrehte überhaupt. Bei den Ästhetikern hieß es: schlechter Geschmack in den Künsten des 17. Jahrhunderts = Barock.

Rokoko entwickelte sich in der Fortsetzung vor allem als Dekorationsstil in Frankreich als Reaktion auf den pompösen Monumentalstil, den Versailles unter Ludwig XIV. repräsentiert. Das Wort stammt vom frz. „rocaille“ einer auffallenden und häufig verwendeten Muschelform.

Heute wird Barock als Kunststil anerkannt und nach seinen Werken beurteilt, die bedingungslose Energie, Wagemut und Einfallsreichtum zeigen. Die Religion dieser Zeit war gekennzeichnet durch die Bilderfeindlichkeit der Protestanten und dem Kampf der katholischen Kirche gegen den Protestantismus. Der Barock verbreitete sich also mehr in den katholischen als in den protestantischen Gebieten so z.B. in Süddeutschland und nicht in Norddeutschland. Die religiöse Kirchenkunst wurde in der Gegenreformation gefördert, soweit sie dem Glauben und der Frömmigkeit diente. Daher war es nur ein kleiner Schritt bis zur Kunst als Propagandamittel. Die bewegten Gewänder, der pathetische Gesichtsausdruck und die beredten Gesten barocker Figuren sollen beim Betrachter ähnliche Empfindungen wecken, wie die dargestellte Person sie ausdrückt. Barock wendet sich besonders an die Gefühlsempfindungen des Betrachters.

Es gäbe noch viel zur Erklärung des barocken Baustils zu sagen. Illusionsmalerei– Übergang von Malerei in Plastik – –  Bühnenbild/Theatralische im Rokoko unter den Gebrüder Asam – Auflösung gerader Flächen  – Lichteinfall – Prachtentfaltung durch reiche Farben, bunter Marmor, Ornamente – Platzauswahl der Bauten – gigantische Dimensionen –

Ein bezeichnendes Merkmal des Rokoko ist der Sinn für Stil und Stilisierung, ein Schwelgen in der Schönheit der Darstellung und einer Freude an der Wohlgestalt. Der Stil an sich bewahrt die Künstler davor, wirklich Schlechtes zu produzieren. Die Verschmelzung von Malerei, Plastik, Architektur, Schnitzwerk und Stuckdekoration war noch deutlicher ausgeprägt. Die Farbenklänge umfassen weißrosa, blau oder grün mit wenig Gold. Die Rokoko-Kirche zeigt etwas von der göttlichen Heiterkeit, der Glaubenskraft und der überzeugenden Frömmigkeit.

4. Blick in die Umgebung

Der erste Großbau des aus Italien kommenden Baustils war die Stiftskirche St. Lorenz in Kempten. Großen Einfluss übte dann auf die Kirchenbauten unserer Gegend der Bau des Ottobeurer Klosters aus. So entstanden in wenigen Jahren die Kartausenkirche und die Pfarrkirche in Buxheim, dann die Dorfkirchen durch das Kloster Ottobeuren in Niederdorf, Attenhausen, Hawangen, Benningen, Ungerhausen, durch die Kartause Buxheim die Kirche in Amendingen und Pleß und durch das Stift in Kempten die Wallfahrtskirchen in Legau Lehenbühl und ebenso durch das Kloster Rot an der Rot  Maria Steinbach und viele andere.

Dem Maler und Stukkateur Johann Baptist Zimmermann und seinem Bruder dem Architekten Dominikus Zimmermann verdanken wir besonders schöne Sakralbauten. Dominikus stand in den Diensten der Kartause Buxheim und wenn auch unsere Kirche nicht von ihm ausgeführt wurde, so kann man wohl annehmen, dass der mögliche Baumeister (Jakob Jehle) seinem Einfluss ausgesetzt war – Herbert W. Rott schließt eine Beteiligung Jehles dagegen durch Vergleichsstudien mit Pleß 1993 aus.

5. Unsere Kirche in einigen Bildern

Wegen des beengten Platzes an der Hangkante und der umgebenden Bebauung schaffte sich der Kirchenplaner Raum durch das Drehen des Neubaus in Nord- Südrichtung. Sicher musste dazu ein Teil der Gräber entfernt werden, des Friedhofs, der bis 1870 um die Kirche lag. Die Gebeine bestattete man neu unter dem Kirchenboden.

Leider weiß man wenig über die Handwerker und Künstler, die beim Bau  und bei der Ausstattung beteiligt waren. Sie gehörten aber sicher zu herausragenden regionalen Vertretern ihrer Zunft, da die Kartause Buxheim auch bei der Bauausführung das Sagen hatte. Wunderschön zart sind die Farben der Fresken. Die Aussagekraft und die Formen überzeugen meist, auch wenn zwischendurch reichlich Naives entdeckt werden kann.

Einen Glanzpunkt stellt die Decke im Chorraum dar. Mit großer Vielfalt und Abwechslung überziehen Rokokoformen, wie Rocaille, Muschelbögen, Girlanden, Blattranken und Bandelwerk, die Decke und umschließen die Anbetung Jesu durch die vier Erdteile. Auch die Medaillons sind eingerahmt in abwechslungsreiche Muschelkartuschen, von denen eine bei den Renovierungsarbeiten bald heruntergebrochen wäre. Der Stuck wirkt leicht, spielerisch und ist für sich wunderschön, steigert aber doch die Wirkung der Fresken. Im Kirchenschiff ist der Gesamteindruck etwas gestört, weil die farbigen Felder zwischen den Stuckornamenten des Originals nicht vollständig aufgegriffen wurden. Deshalb verliert sich hier der Stuck etwas um das Hauptfresko. Aber auch hier verdienen die Medaillons besondere Beachtung.

Die Bilder zeigen:

In den vier Ecken des recht flachen, aber weit gespannten Gewölbes die vier Kirchenväter: vl Gregor, vr Hieronymus, hr Augustinus und Ambrosius, die durch den Orgelprospekt nicht mehr so gut zu sehen sind.

In der Hohlkehle der Längsseiten: westlich: Bruno(Stifter der Kartäuser), Josef, Petrus, Katharina, Martin              östlich: Hugo(Bischof von Grenoble und Kartäuser), Anna(mit Maria und Joachim), Magdalena, Barbara, Georg

Überm Chorbogen: Wappen der Kartause von Buxheim(Qui autem facit veritatem, venit ad lucem – Wer die Wahrheit tut, kommt zum Licht.)

Seit 1922 an der Emporenbrüstung die Hl. Cäcilia und außen am Vorzeichen der Hl. Ulrich

Wenn man sich weiter in der Kirche umsieht, gewinnt man den Eindruck eines Gesamtkunstwerkes. Das wird besonders deutlich durch das Zusammenspiel von Raum und Altären. Deren prächtige Formen sind wohlproportioniert in den Raum (den abgerundeten Ecken des Langhauses) gestellt. Vermutlich war die Buxheimer Pfarrkirche des Dominikus Zimmermann Vorbild für Amendingen. Unsere Kirche übertrifft sie aber in der Leichtigkeit des Altaraufbaus und den vorzüglichen Figuren. Die hier wirkenden Schreiner, Kistler, Bildhauer und Fassmaler sind namentlich nicht bekannt, doch lassen sich durchaus enge Beziehungen zu Arbeiten in der näheren Umgebung feststellen. Man weiß, dass das Gemälde des Hochaltars vom Bruder Gabriel Weiß aus dem Kloster in Buxheim gemalt wurde. Es gibt in der Pfarrkirche in Aitrang zwar eine detailgenaue Vorlage von Wolckers, aber hier handelt es sich um eine sehr ausgewogene Komposition, die in drei Zonen unterteilt ist:      unten                  der irdische Bereich mit den leidtragenden Menschen

Mitte           Bischof Ulrich als Vermittler und Fürsprecher

Oben         die Dreifaltigkeit rechts Gottvater, links Christus, darüber die Taube als Hl. Geist

Der aufwendige Bilderrahmen dürfte aus der Werkstatt von Anton Sturm sein, der für Joh. Bap. Zimmermann in der Anna-Kapelle in Buxheim einen ähnlichen Rahmen lieferte.

Die hervorragenden Arbeiten der Figuren Hl. Narzissus und Afra ,der Augsburger Bistumspatrone, weisen auf eine enge Beziehung Amendingens nach Augsburg hin. Eine hochbarocke Dramatik spricht aus den Figuren, die wegen ihrer guten Qualität mit Dominikus Hermengild Herberger in Verbindung gebracht werden. Von Herberger stammen die Figuren der berühmten Klosterbibliothek in Ulm-Wiblingen.

Die Seitenaltäre sind deutlich schlichter als der Hochaltar und gut in die ausgerundeten Ecken des Langhauses eingefügt. In einer großen Nische stehen jeweils Maria und Joseph. Die typische Barockfigur des Hl. Joseph zieht die Blicke auf sich. Im Auszugsbild sehen wir das Martyrium des Hl. Sebastians, dessen Verehrung durch eine Sebastian-Bruderschaft in Amendingen zu erklären ist. Auf die Kanzel möchte ich nicht näher eingehen, obwohl auch hier eine sehenswerte Figur des Guten Hirten auf dem Schalldeckel steht.

Die besonderen Kostbarkeiten unserer Kirche sind zwei Figuren aus der Vorgängerkirche. Im linken Seitenaltar steht eine spätgotische Madonna mit dem Jesuskind vom heute hochgeschätzten Ivo Strigel, um 1512, aus der Memminger Künstlerdynastie. Carmen Roll schreibt dazu.“ Bei aller Feinheit der Gesichter und Hände ist die Figurengruppe von enormer Plastizität und Bewegtheit. Große Schüssel- und Röhrenfalten sowie ausschwingende Tuchzipfel brechen die Oberfläche der Marienfigur auf und geben ihr ein höchst lebendiges Aussehen. Ein außerordentliches Maß an Natürlichkeit wird in der Weise angestrebt, wie sich das Kinn wölbt und die langen Haare Mariens wie unendliche Wellenlinien herabfallen.“ Diese Madonna war vor 3 Jahren Glanzpunkt in der Strigel-Ausstellung „Marienlob“ im Antonierkloster, wohin wir sie hochversichert ausgeliehen hatten. Von ebenso überregionaler Bedeutung dürfte die Figur des Guten Hirten im Chorraum von Ignaz Waibel sein, des Schnitzers des Buxheimer Chorgestühls, die als einzige unserer Plastiken in der Originalfassung erhalten geblieben ist. Auch die Bilder verdienen Beachtung, die alle aus der zweiten Hälfte des 18. Jh. stammen. 

6. Geschichte dieses Kirchenbaus

Trotz mehrmaliger Renovierung und unterschiedlicher Wertschätzung der vorhandenen Kirche haben sich die reiche Stuckierung und die qualitätsvolle Ausstattung der Kirche bis heute erhalten. Auf Grund von Befunduntersuchungen lassen sich 4 einschneidende Veränderungen durch Renovierungsarbeiten feststellen. Leider konnte ich keine Bilder aus der Zeit vor 1959 finden:

  1. ca. 70 Jahre nach Erbauung der Kirche wurde sie im Stile des Klassizismus umgestaltet. Dabei wurden Gemälderahmen und die Figuren am Hochaltar in Elfenbeinweiß gefasst. Auch der Stuck verlor seine ursprüngliche Farbigkeit( Rosa: Deckenfelder, Rosenblüten der Stuckgirlanden; Malachitgrün und warmes Grau in den übrigen Stuckgehängen) durch eine kühle blaugraue Fassung.
  2. Wieder ca. 70 Jahre später (1888) in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts kam es in der Zeit des Historismus zu erheblichen Eingriffen. Raumhoch wurde die Wand und die Ausstattung mit Leim- und Ölfarbe in Ocker oder Braun zugestrichen. Damit hatte die Kirche ihr Aussehen vollständig geändert. Glanz, Ausstrahlung und Leichtigkeit des Rokokobaus waren verschwunden. 1870 entschließt sich die Gemeinde, den zu klein gewordenen Friedhof durch einen nördlich gelegenen Platz zu ersetzen. Erst nach dem 1. Weltkrieg verschwinden die letzten Gräber um die Kirche. Kurz nach der Inflation wird die Grundmauer der Kirche durch Beton verstärkt. Der Aushub mit Knochenresten wurde zum Einebnen des Grundstücks vom Schreiner Hörmann verwendet. Zu dieser Zeit wird auch der Eingang zum Turm im Kirchenschiff zugemauert.
  3. Die Renovierungsarbeiten 1923 brachten nach sorgfältigen Untersuchungen die teilweise Wiederherstellung des ursprünglichen Bilds aus der Erbauerzeit. Durch erhebliche Schäden an der Decke, wie die Zerstörung aussah, ist nicht bekannt, einigte man sich auf das Abschlagen des großen Deckengemäldes im Kirchenschiff – 1922 war das Deckenbild nicht mehr vorhanden. Wie das Bild ursprünglich aussah, ist unbekannt. Wie mein Vorgänger Herr Ludwig Schmid vermutete, könnte wegen der ausgeprägten Marienverehrung durch die Kartäuser eine Marienszene das Hauptfresko beinhaltet haben. Es kam aber zum neuen Fresko mit der Darstellung der Heiligsprechung des Hl.Ulrichs gemalt durch den Münchner Akademiemaler Josef Albrecht. Nach der Abnahme der zerstörenden braunen Farbgebung des 19. Jahrhunderts musste die Marmorierung der Altäre großflächig wiederhergestellt werden.
  4. Eine vierte Renovierung 1959 führte zur Vergoldung eines Teils des Stucks.
  5. Sicherung des gesamten Bauwerks durch die Außen- und Innenrenovierung, die 1997 abgeschlossen wurden. Dabei wurde im wesentlichen der Zustand um 1923 wieder hergestellt. Der bereits stark vergilbte Firnis auf der Altarmarmorierung wurde aus Kostengründen nicht entfernt und so der Farbigkeitsverlust in Kauf genommen. Auch die Oxydation des silbernen ziselierten Hintergrunds in den Seitenaltären wurde unverändert gelassen. Einbau einer Stufe im Chorbereich mit neuem Volksaltar vom Augsburger Künstler Jörg Maxzin, Ergänzung des verlorengegangenen Altartisches am Hochaltar, Beseitigung des Kommuniongitters, Umbau der Kirchenbänke, neuer Platz für die Kreuzigungsgruppe und neue Orgel haben das Aussehen der Kirche wesentlich verändert.

Das Landesamt für Denkmalspflege beschreibt unsere Kirche wie folgt:

Die Pfarrkirche in Amendingen ist ein stattlicher Bau mit das Straßenbild beherrschender Südfassade. Die Ausstattung mit Altären und Skulpturen ist prächtig und qualitätsvoll. Die hohe Qualität der Ausstattung ist wohl auch darauf zurückzuführen, dass Amendingen der Kartause Buxheim unterstand. Und Carmen Roll schreibt. „ Seite 21 ff

7. Einige besondere Ereignisse

  • Ø 1860/1882?                Orgelbau
  • Ø August 1900     Glockenweihe in Amendingen
  • Ø 2. Juli 1922       Glockenweihe (1916 Ablieferung der Glocken)mit

Aufziehen der Glocken
1. Glocke Ton    es 1124 kg durch die Männer

  • 2.                        g    538 kg durch die Jünglinge
  • 3.                        b    343 kg durch die Jungfrauen/Frauen
  • 4.                        c     254 kg durch die Kinder
  • Ø Auch im 2.Weltkrieg werden die Glocken abgeliefert.
  • Ø 1949werden die neuen Glocken vom Ottobeurer Abt Vitalis Maier geweiht.
    • 1. Glocke Ton    e    „Hosanna“
    • 2.                        g    „Ulrichsglocke“
    • 3.                        a     „Aveglock“
    • 4.                        c     „Seelenglöcklein“
    • Ø 8. 12. 1953: Pfarrabend zu Orgeleinweihung (20.12.) – 20.000,00 DM; Trotz Entfernung der Tische hatten viele Personen keinen Platz; der Kirchenchor sang – die Laienspieler der Theatergruppe zeigten ihr Können. Möge es in Amendingen immer so bleiben!
    • Ø Juli 1955: Festgottesdienst mit Apostolischem Präfekt von Shaowu (China) Missionsbischof Msgr. Inigo König
    • Ø 15. November 1955: zur 200-Jahr-Feier wieder Bischofsbesuch, Dr. Joseph Freundorfer in Amendingen; Pfarrgemeinde und Bürgergemeinde hatten den Bischofsbesuch nach zwei Jahrhunderten würdig vorbereitet und unter der Initiative von H.H.Pfarrer J.Magel gab es einen großartigen Feier- und Ehrentag für das rührige Dorf. Alle Häuser waren mit Blumen-, Fahnen- und Girlandenschmuck drapiert. Bögen spannten sich an den Ortseingängen über die Straßen, sinnige Aufschriften nahmen Bezug auf das kirchliche und religiöse Ereignis. Die gesamte Hauptstraße, die zum Jubelgotteshaus führt, war mit aufgestellten Zierbäumchen flankiert, die Fähnchen krönten Kirche und Ort.

 

Sehen wir diese Kirche aber nicht nur unter künstlerischen und historischen Gedanken, sondern nehmen es auch heute noch als Ort des Gebets und Zufluchtstätte für Trostsuchende als Haus Gottes und Pforte des Himmels.

 

                                                        Kirchenpfleger Walter Stöberl